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China will Eurozone unter die Arme greifen

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China will Eurozone unter die Arme greifen

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China fordert von den Euroländern eine bessere Geldpolitik und bietet sich gleichzeitig als Helfer in der Krise an. Bei einem chinesisch-europäischen Wirtschaftsdialog in Peking sagte das Land konkrete Hilfe für Pleitekandidaten zu, allerdings ohne Details zu nennen. China hatte bereits Anfang des Jahres den Kauf von Griechischen Staatsanleihen zugesagt.

Die EU forderte unterdessen von China, den als chronisch unterbewertet geltenden Yen dem Markt zu öffnen: “Ich habe noch einmal betont,“so Währungskommissar Olli Rehn,“dass wir auf Wechselkurse zusteuern wollen, die marktbasiert sind und die Wirtschaft des jeweiligen Landes wiederspiegeln.”

China hat in den vergangenen Jahren massiv in ausländische Staatsanleihen und Währungen investiert. Wieviel genau davon auf den Euro entfallen bleibt Geheimnis Pekings, sicher ist aber, dass ein Ende des Euro für das Land einen gewaltigen Verlust bedeuten würde.

Chinas Vize-Regierungschef Wang Qishan forderte alle Beteiligten auf, zusammen an einer Reform der weltweiten Finanz-und Wirtschaftsstandards zu arbeiten. Wichtig sei dabei, dem Protektionismus entgegen zu wirken und schon früh für ein ausgeglichenes Ergebnis der Doha-Rrunde der WTO zu sorgen.

China und Europa sind mittlerweile eng verzahnte Partner: Für die EU ist China der zweitgrößte Markt, und für China ist die EU ebenfalls der zweitgrößte Handelspartner.

Das bilaterale Handelsvolumen wuchs 2010 um ein Drittel auf 330 Milliarden Euro.