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Neue Institution soll Euro retten

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Neue Institution soll Euro retten

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Die Süddeutsche Zeitung berichtete von neuen Plänen des deutschen Finanzministeriums zur Stablisierung des Euros: Ein Euro-Währungsfond soll die Dauerkrise eindämmen.

Ähnlich wie der Weltwährungsfond IWF würde diese neue Institution den Euro absichern, Nothilfe leisten und die Mitgliedsländer disziplinieren. Ein Sprecher des Finanzministeriums distanzierte sich jedoch von dem Konzept, es seien nur Überlegungen. Die Börsianer sind enttäuscht:

“Ich halte den Wachstums- und Stabilitätsfond für eine gute Idee. Die europäischen Politiker würden so zeigen, dass sie die Euro-Situation kennen und wissen, dass wir immer noch strukturelle Probleme haben. All diese Probleme müssen wir bald lösen.”

Die neuen europäischen Aufsichtsbehörden könnten unterdessen den Börsen die Sylvesterlaune verderben. Denn von Jahresbeginn an sollen sie Zocker, Ratingagenturen und Finanzjongleure in Schach halten.

Die Kontroll-Agenturen sind über ganz Europa verteilt: Die Banken-Aufsicht EBA sitzt in London, die Wertpapieraufsicht ESMA in Paris und die Versicherungsaufsicht EIOPA in Frankfurt.

Auf ihre Chefs müssen die drei neuen Behörden aber noch warten. Sie werden voraussichtlich erst im April berufen. Konflikte zwischen den EU-Staaten sind vorprogrammiert.

Außerdem soll ein “Europäischer Rat für Systemrisiken”, angesiedelt bei der Europäischen Zentralbank, die Märkte im Auge behalten.

Mit ihrer umfassenden Finanzmarktreform will die EU eine Wiederholung der Krise verhindern.