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2010 - das BP-Katastrophenjahr

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2010 - das BP-Katastrophenjahr

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Für BP geht 2010 als Horrorjahr in die Annalen ein: Am 20. April explodierte die Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko. Nicht nur die finanziellen Verluste für den Ölkonzern waren enorm, auch sein Ruf wurde nachhaltig geschädigt. 87 Tage lang floss das Öl ins Meer – eine Katastrophe für BP. “Viele Anleger wurden nervös”, meint Greg Smith vom britischen Marktforschungsunternehmen Fat Prophets, “denn BP ist ein Top-Unternehmen an der Londoner Börse, das auch eine Dividende ausschüttet.”

Die BP-Aktie verlor dramatisch: Insgesamt büsste der Konzern mehr als 50 Milliarden Euro an Marktwert ein, Gerüchte über einen möglichen Konkurs wurden laut. Erst nachdem das Leck Mitte Juli abgedichtet werden konnte, ging es wieder aufwärts. Die Kosten für die Ölpest werden den Konzern freilich noch lang verfolgen: Allein der ökonomische Schaden wird auf bis zu 30 Milliarden Euro geschätzt. Für Schadenersatzansprüche legte BP rund 25 Millliarden Euro zurück – so viel, wie das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren verdiente.