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Zweiter Tag des Unabhängigkeitsreferendums im Süd-Sudan

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Zweiter Tag des Unabhängigkeitsreferendums im Süd-Sudan

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Nach dem großen Ansturm auf die Wahllokale am Sonntag hat der zweite Tag des Unabhängigkeits-Referendums im Süd-Sudan ruhiger begonnen.

Bis zum 15. Januar können Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. Rund 20 000 einheimische und internationale Beobachter wachen über die Abstimmung. Knapp vier Millionen Menschen sind in die Wählerlisten eingetragen. Für ein gültiges Ergebnis ist eine Beteiligung von mindestens 60 Prozent erforderlich. Sollten die Südsudanesen wie erwartet für die Abtrennung des Südens vom muslimisch-arabisch geprägten Norden stimmen, würde der flächenmäßig größte Staat Afrikas geteilt.

Auch im Ausland können Südsudanesen ihre Stimme abgeben, so auch eine Gruppe von Männern, die im Kindesalter als Bürgerkriegsflüchtlinge in die USA gekommen waren. Zur Teilnahme am Referendum begaben sie sich auf eine Busreise von Pennsylvania nach Virginia.

Das Referendum ist Teil des Friedensabkommens, mit dem der Krieg 2005 beendet wurde, nach gut zwei Jahrzehnten.