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Assange-Auslieferung nach Schweden: Entscheidung verschoben

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Assange-Auslieferung nach Schweden: Entscheidung verschoben

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Wikileaksgründer Julian Assange ist vor dem Londoner Belmarsh Magistrates’ Court erschienen. Die Klärung der Frage, ob er nach Schweden überstellt wird, wurde vom Richter auf den 7. Februar verschoben.

In Schweden werden dem 39-jährigen Australier sexuelle Nötigung und Vergewaltung in mehreren Fällen vorgeworfen. Assange sagt, er sei unschuldig.

Heute ging es nur um die Aufnahme der Personalien und um die Bedingungen seiner Freilassung auf Kaution.

Zur Zeit ist Assange in Großbritannien auf freiem Fuss, muss sich aber jeden Tag bei der Polizei melden.

Assange fürchtet, dass die Schweden ihn an die USA ausliefern. Den Hass der Supermacht hat er zugezogen, weil er auf seiner Enthüllungsplattform Wikileaks geheime Unterlagen aus den Kriegen in Afghanistan und dem Irak veröffentlichte.

Ausgerechnet in dem Land, in dem ein Skandalbuch vor kurzem den eigenen König als Bordellbesucher und Stammgast im Rotlichtmilieu bloßgestellt hat, soll es Assange nun zum Verhängnis werden, dass er mit Anna und Sofia, zwei Schwedinnen, in zwei verschiedenen lauen, nordischen August-Nächten mit nach Hause gegangen ist. Seine Fans sehen dahinter eine Verschwörung der USA.