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Ein Feuerwehr-Roboter für heikle Brände

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Ein Feuerwehr-Roboter für heikle Brände

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Wenn es bei Bränden zu Explosionen kommt, muss die Feuerwehr manchmal die Arbeit einstellen: zu gefährlich für die Einsatzkräfte. In solchen Situationen soll nun Fire-Rob helfen, eine Entwicklung der kroatischen Firma Dok-Ing. Forschungs- und Entwicklungsleiter Zoran Boskovic erklärt, “das ist ein Feuerlösch-Fahrzeug, das in besonders schwierigen Situationen eingesetzt werden kann.” Er zeigt ein Gerät, das wie eine herkömmliche Spielzeugauto-Fernbedinung aussieht. “Fire-Rob ist ganz einfach zu bedienen. Die Idee haben wir von Video-Spielen übernommen!”

Kräftig, fast unzerstörbar und vollgeladen mit Technologie – Fire-Rob ist ein voll funktionstüchtiger Feuerwehr-Roboter. Die ferngesteuerte Maschine kann da eingesetzt werden, wo es für andere Löschfahrzeuge und für Feuerwehrleute zu gefährlich wird.

Boskovic zählt die weiteren Vorteile auf: “Wir haben spezielle Raupen entwickelt, die bis zu 30 Tonnen tragen können. Der Roboter fährt bis zu zehn Stundenkilometer schnell, außerdem kann Fire-Rob Wände durchbrechen und bis fünf Tonnen schwere Objekte anheben.”

Fire-Rob hat sieben Kameras an Bord und ein Infrarot-Erkennungssystem. Boskovic: “Damit kann er menschliche Silhouetten im Rauch erkennen. Er gibt dann die Information an den Bediener weiter, so dass dieser weiß, dass da jemand ist, dass er die Maschine stoppen und Rettungskräfte dort hinschicken kann.”

Die Forma Dok-Ing produziert seit langem Minenräum-Maschinen und setzt nun große Hoffnung auf Fire-Rob. Verkaufsleiter Mladen Jovanovic erklärt: “Wir denken zum Beispiel, dass diese Maschine in Nuklear-Anlagen eingesetzt werden kann oder bei Bränden in der chemischen Industrie – aber auch in Ölraffinerien, in Munitionslagern und überall, wo es jeden Moment zu einer Explosion kommen kann.”

Der Prototyp des Firerob ist als Teil eines europäischen Forschungsprojekts entwickelt worden, dadurch bekamen die kroatischen Entwickler Zugang zur nötigen Technologie. Jovanovic: “Scot-ATRI aus Schottland hat für uns eine Farbe mit speziellem Hitzeschutz entwickelt, dadurch dringt die Hitze langsamer in die Maschine ein, so dass der Roboter länger und in höheren Temperaturen eingesetzt werden kann.”

Zwei der Feuerwehr-Roboter hat russische Regierung bereits gekauft, aber die Entwicklung der Technologie geht noch weiter. Boskovic: “Wir müssen das interne Navigationsgerät verbessern, weil ein wirklicher vollautomatischer Feuerwehr-Roboter auch ohne Bediener funktionieren sollte!”

Weitere Informationen unter: www.firerob.info