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Flutwelle nähert sich australischer Millionenstadt

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Flutwelle nähert sich australischer Millionenstadt

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Eine erste Flutwelle hat Vororte der australischen Millionenstadt Brisbane erreicht. Am Vortag war das Hochwasser durch die Stadt Toowoomba gerast. Im Bundesstaat Queensland sind bereits rund zwanzig Städte vom Hochwasser verwüstet worden.

Die Polizei rechnet damit, dass im südlichen Queensland die Zahl der Todesopfer auf mehr als zwanzig steigen könnte. Mehr als siebzig Menschen würden vermisst, sagte Regierungschefin Anna Bligh: “Zweifellos haben wir es jetzt mit einer Katastrophe anderer Größenordnung zu tun, unsere Reaktionsfähigkeit wird auf die Probe gestellt, und auch wir selbst als Menschen und Gemeinschaften. Dieses Wetter bricht uns vielleicht das Herz, aber unseren Willen wird es nicht brechen.”

Allein in Toowoomba starben am Montag acht Menschen, als eine zwei Meter hohe Wasserwand durch den Ort raste. Auch die Stadt Grantham war von der Sturzflut betroffen. Einige Ortschaft wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

In der flussabwärts gelegenen Hauptstadt von Queensland, Brisbane, wurden Vorbereitungen für die erwartete Flutwelle getroffen. Der Fährverkehr sowie die Zug- und Bus-verbindungen wurden in einigen Stadtteilen eingestellt. Die Lange dürfte sich in den kommenden beiden Tagen verschärfen.

Die Naturkatastrophe hat bisher Schäden in Höhe von fast vier Milliarden Euro angerichtet.

Ein Gebiet von der Größe Deutschlands und Frankreichs zusammen wurde überschwemmt.