Eilmeldung

Eilmeldung

Lissabon sträubt sich gegen EU-Hilfe

Sie lesen gerade:

Lissabon sträubt sich gegen EU-Hilfe

Schriftgrösse Aa Aa

Portugal braucht Geld – darüber sind sich alle einig. Aber je lauter die Spekulationen werden, wonach das Land bald unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen muss, um so entschiedener werden die Dementi aus Lissabon. Portugals Finanzminister betonte, man setzte alles daran, um die Probleme selbst zu lösen, und Ministerpräsident José Socrates bekräftigte diese Haltung wenig später: “Das Land tut seine Arbeit und es macht sie gut. Das ist vielleicht das erste Ergebnis, das wir als Stimulus für das Vertrauen der Märkte präsentieren können, wenn es um die Finanzierung der Wirtschaft geht.” Am Mittwoch bringt Portugal neue Staatsanleihen heraus, und Anleger warten gespannt, wie hoch die Risikoaufschläge sind. Denn davon hängt es ab, ob sich die Finanzkrise weiter verschärft.

Schützenhilfe für die Gemeinschaftswährung kommt unterdessen aus Japan: Wie zuvor Peking kündigte Tokio an, in großem Umfang Anleihen europäischer Schuldenstaaten zu kaufen. Die Reaktion der Märkte fiel allerdings verhalten aus.