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Wiederaufbau bleibt hinter Erwartungen zurück

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Wiederaufbau bleibt hinter Erwartungen zurück

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Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben auf Haiti hat

die Europäische Union die Notwendigkeit von mehr Hilfe für die Entwicklung des Inselstaates betont.

Die derzeitige Instabilität verhindere, dass die humanitäre Hilfe bei den Bedürftigen ankomme, und erschwere den Wiederaufbauprozess, so die EU. Andris Piebalgs EU-Entwicklungshilfekommissar:

“In einem Jahr hätten wir weit mehr erreichen können. Durch das Erdbeben entstand ein Schaden von 14 Milliarden Euro. Wenn ich hier also von europäischen Zusagen für 1,2 Milliarden spreche, sehen Sie leicht die Differenz. Selbst wenn wir schon alle Gelder bereitgestellt hätten, könnte man die Trümmer sehen.”

Die EU hatte nach dem Erdbeben 1,2 Milliarden Euro für den langfristigen Wiederaufbau des Landes bereitgestellt. Davon wurden nach Angaben der EU-Kommission bisher 600 Millionen Euro ausgegeben.

So schlimm das Erdbeben auch gewesen sei, es sei nicht das größte Problem Haitis, sagte unterdessen die für Katastrophenhilfe zuständige EU-Kommissarin:“Das größte Problem ist der Mangel an staatlichen Institutionen und an guter Regierungsführung, die die Menschen mit dem Nötigsten versorgt und Arbeit verschafft. Das müssen wir sicherstellen zu erreichen: nur so wird das Land mit künftigen Katastrophen fertig werden können.”

In dem Mangel an staatlicher Entwicklung sieht die EU also die eigentliche Herausforderung. Dem Bemühen um langfristige Stabilität in Haiti könnten sonst ernsthafte Rückschläge drohen.