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Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz des polnischen Präsidenten

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Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz des polnischen Präsidenten

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Die Crew des polnischen Präsidentenflugzeugs soll von ihren prominenten Passagieren unter Druck gesetzt worden sein, als sie vor neun Monaten versuchte, bei dichtem Nebel im russischen Smolensk zu landen – trotz der Warnungen der Fluglotsen: Zu diesem Ergebnis kommt die Luftfahrt-behörde der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in ihrem Abschlussbericht. Die Behörde zeigte eine Video-Simulation mit Stimmen aus dem Cockpit. Der Leiter der Ermittlungen sagte:

“Der Gebrauch des Ausdrucks ‘er wird wütend’ ist ein Beweis dafür, dass die Crew in einer psychologisch schwierigen Lage war. Es ist klar, dass der Flugkapitän im Falle eines Weiterflugs zu einem Ausweich-Flugplatz eine negative Reaktion seines wichtigsten Passagiers befürchtete.”

Dieser Passagier war Präsident Lech Kaczynski. Im Cockpit soll unter anderem der Chef der Luftwaffe Druck ausgeübt haben; er soll dabei angetrunken gewesen sein.

Die Regierungschefs Polens und Russlands, Donald Tusk und Wladimir Putin, trafen sich damals am Absturzort zum stillen Gedenken.