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Portugiesische Anleihenauktion verläuft vielversprechend

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Portugiesische Anleihenauktion verläuft vielversprechend

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Portugal kann aufatmen: Die erste Ausgabe von Anleihen des Landes im Jahr 2011 ist erfolgreich verlaufen. Die Rendite für zehnjährige Papiere sank leicht von 6,8 Prozent bei der letzten Auktion auf 6,7 Prozent. Insgesamt nahm Lissabon knapp 1,2 Milliarden Euro ein – aber im Vergleich zum tatsächlichen Finanzbedarf ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, meinen Experten. “Die portugiesische Wirtschaft braucht in diesem Jahr sehr viel Geld, ich schätze rund 80 Milliarden Euro”, meint etwa der Ökonom Joao Duque. “Und ich weiß nicht, wie Portugal dieses Jahr überleben kann, wenn die Risikoaufschläge an den Märkten bei sieben Prozent oder mehr liegen.”

Auch in Frankfurt macht man sich wenig Illusionen. Analyst Oliver Roth ist überzeugt, dass Portugal über kurz oder lang einen Hilfsantrag nach Brüssel schicken muss: “Portugal und die EU können lediglich Zeit damit gewinnen. Früher oder später wird Portugal unter den Rettungsschirm gehen müssen, dass steht für mich außer Frage.”

In Lissabon gibt man sich weiterhin optimistisch, die Krise allein meistern zu können – wohl aus Angst, dass EU und IWF die Hilfe wie im Fall Irlands mit harten Auflagen verknüpfen könnten.