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EU-Kommission kritisiert Fehler Ungarns bei Giftschlamm- Desaster

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EU-Kommission kritisiert Fehler Ungarns bei Giftschlamm- Desaster

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Drei Monate nach der Giftschlamm-Katastrophe in Ungarn hat die EU-Kommission den ungarischen Behörden Versagen vorgeworfen. Laut dem Bericht hätte die Aluminiumfabrik nie in diesem Gebiet gebaut werden dürfen.

Brüssel hat aber noch kein Verfahren eingeleitet und möchte erst die Anwort aus Budapest abwarten. Joe Hennon, der Sprecher des EU-Umweltkommissars erklärte:

“Wir sind der Ansicht, dass in der ursprünglichen Genehmigung der rote Schlamm nicht korrekt klassifiziert wurde. Er wurde damals als ungefährlich eingestuft. Dabei hätte er als gefährlich klassifiziert werden müssen.”

Bei der Umweltkatastrophe am 4. Oktober im ungarischen Ajka hatten etwa eine Million Kubikmeter roter Schlamm aus einer Aluminiumfabrik drei Dörfer überflutet. Zehn Menschen starben, etwa 150 wurden verletzt.

Der hochgradig alkalische und ätzende Schlamm verseuchte nach Angaben der EU außerdem Boden und Flüsse.