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Hunderte Tote nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Brasilien

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Hunderte Tote nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Brasilien

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Bilder der Verzweiflung aus Brasilien: In letzter Minute wird eine Frau mit einem Seil, das die Nachbarn vom Dach des Hauses nebenan ihr zuwerfen, aus den Fluten gerettet. Ihren Hund, den sie im Arm festgeklammert hatte, muss sie den Wassermassen überlassen.

Brasiliens Zeitungen sprechen von der schlimmsten Naturkatastrophe seit Jahrzehnten, die die Region nordöstlich von Rio de Janeiro heimsuchte: Binnen 24 Stunden regnete es demnach von Dienstag auf Mittwoch so viel wie sonst in einem Monat. Fast vierhundert Menschen kamen in Sturzbächen und Erdrutschen ums Leben, und die Helfer machten sich darauf gefasst, viele weitere Leichen zu bergen. Mancherorts sind die Leichenhallen überfüllt, die Toten müssen zur Identifizierung draußen aufgereiht werden.

Besonders betroffen sind die Städte Teresópolis und Nova Friburgo, einst von Schweizer Einwanderern gegründet. In Teresópolis konnten die Helfer unter dem Jubel der Anwohner ein Kleinkind aus den Trümmern retten. Zu etlichen von Wasser und Erde niedergewalzten Gebieten kamen sie aber noch nicht einmal durch, weil die Straßen zerstört sind.

Mehr als 13.000 Menschen wurden laut Zivilschutz obdachlos. Die Meteorologen warnen, dass es auch in den kommenden Tagen weiter regnen wird.