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Tunesier wollen Freiheiten

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Tunesier wollen Freiheiten

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Genauere Einzelheiten sind aus Tunesien nur schwer zu bekommen. Über Ereignisse dort und über Hoffnungen kann aber zum Beispiel der Chef des tunesischen Journalistenverbandes sprechen.

“Letzte Nacht hat es in den Außenbezirken von Tunis Zusammenstöße gegeben”, schildert Neiji Beghouri, “zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Gewerkschaften und Anwälte berichten, dass dort etwa sechzehn Menschen getötet worden seien.”

“Hier scheint im Moment alles möglich”, meint Beghouri weiter; “wir hoffen nicht, dass es sich zum Schlimmeren entwickelt. Wir wollen nur ein Klima der Demokratisierung, in dem Menschenrechte und Freiheiten geachtet werden: Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit. Ein Klima, in dem wir gegen Korruption und Machtmissbrauch vorgehen können – und in dem alle gleichermaßen am Reichtum unseres Landes teilhaben können.”

Auch im Ausland – wie hier in Berlin, vor dem Außenministerium – kommt es weiterhin zu Kundgebungen von Exiltunesiern. Länder wie Deutschland oder die Niederlande raten inzwischen weitgehend von Reisen nach Tunesien ab.