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Brisbane in Gummistiefeln

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Brisbane in Gummistiefeln

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Brisbane räumt auf. Die Bewohner der drittgrößten Stadt Australiens haben ihre Gummistiefel angezogen, um die Folgen einer der schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken wegzuputzen.

In der Millionenstadt waren mehr als 30 000 Häuser überflutet worden, auch dutzende andere Städte in Queensland standen unter Wasser, insgesamt zwei Drittel des Bundesstaates – größer als Deutschland und Frankreich zusammen. In den Fluten starben mindestens 20 Menschen, mehr als 50 werden noch vermisst. Der Sachschaden wird auf mehr als 15 Milliarden Euro geschätzt.

Nur nicht nachlassen, meint Queenslands Regierungschefin Anna Bligh:

“Wir sind diejenigen, die wieder aufstehen, wenn sie umgehauen werden.”

Das Aufräumen kann Monate dauern.

auch in 40 Kohleminen in Queensland steht das Wasser – sie trockenzulegen, könnte ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. 1000e Häuser müssen wieder aufgebaut werden, möglicherweise an anderer Stelle.

Vor allem im stark wachsenden Brisbane wird jetzt die Versiegelung der Landschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten kritisiert – sie hindere das Wasser am Ablaufen.

Schuld an den Fluten soll das Wetterphänomen “La Nina” sein, das meist im Gefolge von “El Niño” um die Weihnachtszeit die Großwetterlage im

Pazifik rund um den Äquator durcheinanderbringt.