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Fiat-Strategie im Zeichen des Pragmatismus

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Fiat-Strategie im Zeichen des Pragmatismus

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Zwei Millionen Euro – so hoch war der Gewinn, den Fiat im Jahr 2010 verbuchen konnte. Kein einziger Euro jedoch stammt aus einem italienischen Werk. Grund genug für Fiat-Chef Sergio Marchionne, den Konzern grundlegend umzubauen. Marchionne gilt als Pragmatiker und pragmatisch sind auch seine Ansätze: es geht vorrangig um Kostensenkung. Zu Jahresbeginn wurde Fiat aufgespalten, und in zwei Gesellschaften an die Börse gebracht: Fiat Spa heißt die Sparte für Personenkraftwagen, Fiat Industrial jene für Nutzfahrzeuge.

Gleichzeitig könnte Fiat im laufenden Jahr den US-Autobauer Chrysler übernehmen. Zuletzt erhöhte Fiat seinen Anteil an Chrysler von 20 auf 25 Prozent – und eine weitere Erhöhung auf mehr als 50 Prozent ist denkbar, wenn Chrysler an die Börse zurückkehrt. Fiat jedenfalls lotet eine Mehrheitsübernahme bereits aus.

Und dann steht auch noch der Börsengang von Ferrari zur Diskussion. Verkaufen will Marchionne die italienische Traditionsmarke nicht, das jedenfalls erklärte er auf der Automesse in Detroit. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass er seine Meinung später doch noch ändert…