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Mit Bildung gegen die Landflucht

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Mit Bildung gegen die Landflucht

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Auf der Suche nach einem besseren Leben zieht es viele Familien in die Städte. Doch die Schulausbildung für die Kinder ist in den Metropolen oft sehr teuer.

In China erreicht die Landflucht bisher unbekannte Ausmaße. Jüngsten Schätzungen zufolge werden in den nächsten 20 Jahren mehr als 400 Millionen Chinesen in die Städte strömen.

Diese Wanderarbeiter bilden die Klasse der Min Gong. Obwohl sie die gefährlichsten und schwersten Arbeiten leisten, werden ihnen Grundrechte verwehrt. Viele von ihnen sind unterbezahlt und ohne Krankenversorgung, und ihre Kinder dürften nicht die staatlichen Schulen besuchen.

Um den Kindern der Wanderabeiter zu helfen, haben Lehrer private Schulen gegründet. Am Rande von Peking entstand so vor sechs Jahren die Schule Sha Zi Ying. Rund 800 Kinder, die zwischen drei und vierzehn Jahre alt sind, werden hier unterrichtet.

Die Straßenkinder von Kinshasa müssen sich alleine durchschlagen. In der Gemeinde Guanella City auf dem Land finden sie Zuflucht und erlernen einen Job. Sie absolvieren hier eine Landwirtschaftslehre.

Die Cité Guanella nimmt jedes Jahr zwölf Jugendliche auf. Die Nachfrage ist groß, doch bisher ist es das einzige Projekt dieser Art. Es ist ein erster Schritt.

In Limoncito, einer kleinen Stadt im Westen Ecuadors, lernen die Kinder in der Millenniumsschule Ackerbau, damit sie später die Bauernhöfe ihrer Eltern übernehmen können.

Doch sie lernen auch den Umgang mit Computern und das Surfen im Internet.

Der Staat hat umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt investiert. Die Kinder lernen neben Lesen und Schreiben auch Buchhaltung und Viehzucht.