Eilmeldung

Eilmeldung

Tunesiens Präsident macht Zugeständnisse

Sie lesen gerade:

Tunesiens Präsident macht Zugeständnisse

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Rede des Präsidenten bevölkern mit einem Mal seine erfreuten Anhänger die Straßen: Tunesiens Staatsoberhaupt hat bei seiner Fernsehansprache einige Veränderungen angekündigt. Zu groß war der Druck geworden, der sich durch die Proteste und das Vorgehen der Sicherheitskräfte aufgebaut hatte.

Die Lage mache radikale Änderungen nötig, sagt Zine el Abidine Ben Ali. Er habe das Volk verstanden, jeden einzelnen, beteuert er. Was aber hier zur Zeit geschehe, betont er auch, entspreche nicht dem tunesischen Wesen.

Ben Ali hat den Sicherheitskräften jetzt verboten, auf Demonstranten zu schießen. Die Preise einiger Grundnahrungsmittel sollen sinken, die Presse soll frei arbeiten können und gesperrte Internetseiten wieder zugänglich sein.

Ben Ali kündigte auch an, er werde 2014 nicht mehr zur nächsten Präsidentenwahl antreten. Er beherrscht Tunesien seit 23 Jahren. Bisher schien es möglich, dass er die Verfassung ändern würde, um weiterzuregieren. Sonst darf ein Kandidat nicht älter als 75 Jahre sein. Ben Ali ist jetzt schon 74.