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In Tunesien herrscht das Chaos

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In Tunesien herrscht das Chaos

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Tunesien kommt nach dem Sturz von Präsident Ben Ali nicht zur Ruhe. In der Nacht zum Sonntag waren in der Hauptstadt Tunis wieder zahlreiche Schüsse zu hören. Der Ausnahmezustand gilt weiter. In Hammamet plünderte und brandschatze eine aufgebrachte Menschenmenge eine Residenz der Familie des gestürzten Präsidenten. Sicherheitskräfte in Zivil nahmen vereinzelt Plünderer fest. Deutsche Urlauber, die ausgeflogen worden waren, berichteten von starker Verwüstung, Plünderungen und zerstörten Tankstellen und Polizeiwachen.

In einigen Vierteln der Hauptstadt Tunis werden die Lebensmittel knapp, vor den wenigen offenen Lebensmittelgeschäften bilden sich lange Schlangen. “Es gibt kein Mehl, kein Brot, kein Wasser. Nur wenige Geschäfte sind offen. Gott stehe uns bei”, meinte ein Bewohner, der Schlange stand.

Wie aus Militärkreisen verlautet, sollen Vertraute des gestürzten Präsidenten die Unruhen schüren. Nach Angaben tunesischer Journalisten ging die Armee in der Nacht gegen die Mitglieder der Leibgarde Ben Alis vor.