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Staatstrauer in Brasilien

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Staatstrauer in Brasilien

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Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro hat Staatspräsidentin Dilma Rousseff eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Die Zahl der Opfer hat 600 überschritten. Im Leichenhaus von Nova Friburgo, der am schwersten betroffenen Ortschaft, ist kein Platz mehr. Die Bestatter arbeiten ohne Unterlass.

“15 haben wir schon beigesetzt, 65 wollen wir heute noch begraben. Die Behörden haben angeordnet bis 17 Uhr alle beizusetzen, egal ob sie identifiziert sind”, berichtet der Direktor des städtischen Friedhofs von Nova Friburgo, Rui Texeira.

In den entlegenen, von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfern, müssen die Angehörigen die Opfer selber bestatten. Die größte Hilfsoperation in der Geschichte Brasiliens ist im vollem Gange. Mehr als 3000 Retter sind nahezu ununterbrochen im Einsatz. Die Rettungsteams bergen immer wieder Leichen aus den Schlammmassen. Die Hoffnung, noch Überlebende in den Trümmern zu finden, wird immer geringer.