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Bangen bei Tunesiens Nachbarn


Tunesien

Bangen bei Tunesiens Nachbarn

Auch aus anderen Ländern Nordafrikas werden Fälle von Selbstverbrennung bekannt: Selbstverbrennung, wie sie vor einem Monat am Anfang der Umwälzungen in Tunesien stand.

So hat sich ein Mann in Ägyptens Hauptstadt Kairo vor dem Parlament angezündet. Nach Angaben seines Arztes im Krankenhaus trug er dabei aber nur leichte Verletzungen davon.

In Algerien berichten Medien über vier Fälle in den letzten Tagen, bei denen Männer sich selbst in Brand gesetzt haben sollen. Einer der Männer ist demnach inzwischen an seinen Verbrennungen gestorben.

Aus Mauretanien ist inzwischen ebenfalls ein Fall von Selbstverbrennung bekannt. Auch dort, bei einem Zwischenfall in der Nähe von Parlament und Präsidentensitz, kam der Mann aber mit minderen Verbrennungen davon.

Auch zu Protesten ist es in letzter Zeit in nordafrikanischen und arabischen Ländern gekommen. In Algerien gab es zu Jahresbeginn sogar Unruhen mit mehreren Toten. Die Regierung kündigte daraufhin Preissenkungen an für Grundnahrungsmittel wie Zucker und Speiseöl.

Erst am Sonntag gingen auch einige hundert Menschen in Jordanien auf die Straße, vorwiegend Islamisten. Vor dem Parlament in der Hauptstadt Amman demonstrierten sie gegen steigende Preise und marktwirtschaftliche Reformen. Zudem verlangten sie den Sturz der Regierung. Diese will jetzt Benzin sowie die Waren in staatlichen Läden billiger machen, weitere Preissenkungen sollen folgen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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