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Bunga Bunga im römischen Parlament

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Bunga Bunga im römischen Parlament

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Was Bunga Bunga-Parties sind, wissen so gut wie alle Italiener – die Männlichkeitsrituale von Ministerpräsident Silvio Berlusconi sind in den Medien allgegenwärtig. Abgeordnete in einer parlamentarischen Untersuchungskommission haben ab Mitte der Woche das Privileg, mehr über dessen „wilde afrikanische Sexparties” zu erfahren, in einem exklusiven Report. Die Autoren: Staatsanwälte.

Sie wollen Wohnungen des Ministerpräsidenten und Büroräume eines Helfers durchsuchen lassen, die Abgeordneten sollen darüber entscheiden. Im Zentrum der Ermittlungen: Verdacht auf sexuellen Beziehungen zu einer Minderjährigen.

Es geht um “Ruby”.

Im Gegenzug soll die inzwischen 18jährige marokkanische Nachtclubtänzerin versucht haben, den Regierungschef zu erpressen – von fünf Millionen Euro ist die Rede.

Am Rande, weil wohl nicht strafbar, geht es um Prostitution, gegen Schmuck, Bargeld oder mietfreies Wohnen.

Vor vier Tagen hatte das Verfassungsgericht Berlusconis Immunität teilweise aufgehoben.