Eilmeldung

Eilmeldung

Hu zum Staatsbesuch in den USA

Sie lesen gerade:

Hu zum Staatsbesuch in den USA

Schriftgrösse Aa Aa

Chinas Präsident Hu Jintao kommt an diesem Dienstag zum Staatsbesuch in die Vereinigten Staaten. US-Präsident Barack Obama, der im November 2009 China seinen Antrittsbesuch abstattete, empfängt anders als sein Vorgänger den chinesischen Gast mit allem Pomp und rotem Teppich: Statt Lunch wie bei Bush steht ein Staatsbankett auf dem Programm – sehr zur Genugtuung der protokollbegeisterten Chinesen.

Die Gespräche bei dem viertägigen Besuch werden sich vor allem um Währung und Handel drehen. Nach wie vor kritisieren die USA, dass der Yuan unterbewertet ist, und fordern von der Volksrepublik, ihren enormen Exportüberschuss abzubauen.

Es wird darum gehen, das Verhältnis der beiden großen Wirtschaftsmächte der Welt neu auszuloten.

“China, und noch mehr die USA, sehen diesen Besuch als eine Gelegenheit an, die Beziehungen zu verbessern, verschiedene kritische Themen zu klären und sie in unverhohlener, privater Weise zu diskutieren”, meint Asien-Experte Jonathan Pollack vom China-Zentrum der Brookings Institution in Washington.

Konfliktstoff gibt es genug, ob den Atomstreit mit dem Iran oder die Zähmung Nord-Koreas. Bei allen Differenzen ist den USA und China klar: Zur Lösung dieser Konflikte brauchen sie einander.