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Tunesien: Regierung der Einheit spaltet

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Tunesien: Regierung der Einheit spaltet

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Nach einem Tag ist Tunesiens neue Regierung der Einheit schon wieder gespalten – und sorgt für Unmut auf der Straße. In der Hauptstadt Tunis und in anderen Städten des Landes demonstrieren

Menschen gegen das neue Übergangskabinett, das nach dem Sturz des Präsidenten die Zeit bis zu den Wahlen überbrücken soll.

Damit protestieren sie dagegen, dass Kräfte aus der alten Regierung ihre Ämter behalten haben. Nach dem Sturz des langjährigen Staatsoberhaupts hatten sich die politischen Kräfte gestern auf die Übergangsregierung geeinigt. An ihr sind Vertreter der Opposition beteiligt: Die wichtigsten Minister, wie für Inneres, Äußeres oder Verteidigung, sind aber die gleichen wie zuvor. Der Ministerpräsident hat es als notwendig verteidigt, einige der alten Minister im Amt zu belassen.

Inzwischen hat aber der tunesische Gewerkschaftsbund UGTT aus Protest seine drei Vertreter aus dem Kabinett abgezogen. Auch einer der Oppositionsführer, die gerade mit einem Kabinettsposten bedacht worden sind, verlangt jetzt, dass die alten Minister zumindest aus der bisherigen Regierungspartei austreten: Sonst will auch Achmed Ibrahim die Regierung schon wieder verlassen.