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Australien: Beisetzung eines 13jährigen "Hochwasser-Helden"

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Australien: Beisetzung eines 13jährigen "Hochwasser-Helden"

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In Toowoomba in Queensland wurden eine Mutter und ihr Sohn beigesetzt, die von ihrem Autodach von den Fluten weggespült worden waren. Den 13jährigen feiert die australische Öffentlichkeit als Held: Er hatte darauf bestanden, dass die Helfer zuerst seinen kleinen Bruder retten. Er und seine Mutter hatten dann keine Chance mehr. Der gerettete Bruder musste ihn nun zu Grabe tragen.

Während es im Bundesstaat Queensland im Nordosten ans Aufräumen geht, bereiten sich die Bewohner vieler Ortschaften im Staat Victoria im Süden auf das Schlimmste erst noch vor. Mit Sandsäcken verbarrikadierten die Bewohner von Kerang ihre Häuser und brachten sich dann selbst in Sicherheit, nachdem der Pegel des Lodden Rivers immer weiter angestiegen war und erste Viertel bereits überflutet wurden.

Auch in anderen Ortschaften begannen die Behörden mit Evakuierungen. Viele Menschen sind zudem in Victoria ohne Strom, da das Hochwasser Elektrizitätswerke und Stromleitungen in Mitleidenschaft gezogen hat.

Die Regierung schließt eine Sondersteuer nicht aus, um die Milliardenschäden zu beheben. Das Ausmaß der Schäden wird auf umgerechnet rund 15 Milliarden Euro geschätzt.