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Elfenbeinküste: Vermittlung gescheitert, UNO stockt Truppen auf

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Elfenbeinküste: Vermittlung gescheitert, UNO stockt Truppen auf

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Der Weltsicherheitsrat hat beschlossen, die UN-Friedenstruppen in der Elfenbeinküste um 2.000 Mann aufzustocken. Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet, nachdem Russland seinen Widerstand aufgegeben hatte.

Außerdem forderte der UN-Sicherheitsrat den abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo auf, endlich die Blockade des Hauptquartiers seines Rivalen zu beenden, des vom Ausland anerkannten neu gewählten Präsidenten Alassane Outtara.

Die UNO fürchtet zunehmende Angriffe der Gbagbo-Gefolgsleute auf die Friedenstruppen. Gbagbo hatte schon vor Wochen unmissverständlich den sofortigen Abzug der Blauhelmsoldaten gefordert.

Ein weiterer Vermittlungsversuch der Afrikanischen Union wurde an diesem Mittwoch erfolglos abgebrochen. Der Vermittler, Kenias Ministerpräsident Raila Odinga, drohte ungewöhnlich deutlich weitere Sanktionen und notfalls auch militärische Gewalt an: “Die Zeit für eine Einigung auf Basis freundschaftlicher Verhandlungen läuft ab. Außerdem schließt sich allmählich das Zeitfenster für eine Amnestie, wenn die Anhänger von Herrn Gbagbo weiter Verbrechen gegen Zivilisten und Friedenstruppen begehen.”

Odinga zeigte sich dennoch optimistisch, dass der Machtkampf doch noch friedlich beigelegt werden kann. Gbagbo lehnt allerdings eine weitere Vermittlung durch Odinga ab.

Die Schweiz beschloss unterdessen, Gbagbo und seinem Umfeld den Zugriff auf mögliche Konten in der Schweiz zu verwehren.