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Elfenbeinküste: Weiterer Vermittlungsversuch gescheitert

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Elfenbeinküste: Weiterer Vermittlungsversuch gescheitert

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Der Gesandte der Afrikanischen Union, Kenias Ministerpräsident Raila Odinga, beendete seine Mission an diesem Mittwoch und erklärte, dass es nicht den nötigen Durchbruch gegeben habe. Ohne Dialog zwischen den Konfliktparteien könnten die Nachbarn zu weiteren wirtschaftlichen Sanktionen und auch zum Einsatz von Gewalt gezwungen sein:

“Die Zeit für eine Einigung auf Basis freundschaftlicher Verhandlungen läuft ab. Außerdem wird sich allmählich das Zeitfenster für eine Amnestie schließen, wenn die Anhänger von Herrn Gbagbo weiterhin Verbrechen gegen Zivilisten und Friedenstruppen begehen.”

Bislang hatte kein Vermittler so deutlich gedroht. Odinga wies ausdrücklich Laurent Gbagbo, der nicht von der Macht lassen will, die Schuld am Scheitern der Gespräche zu.

Den vom Ausland anerkannten neuen Präsidenten Alassane Ouattara habe er aufgefordert, ins Kabinett auch Gbagbo-Getreue aufzunehmen, und diesem “beinharte” Sicherheitsgarantien zu geben. Seit Wochen geben sich die afrikanischen Mediatoren ihn der Elfenbeinküste die Klinke in die Hand, ohne etwas an der festgefahrenen Lage ändern zu können. Auch Sanktionen der afrikanischen Staaten und der Europäischen Union halfen bisher nicht.