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Tunesien: Regierung der Einheit spaltet

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Tunesien: Regierung der Einheit spaltet

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In Tunesien herrscht weiter Unmut über die neue Regierung der Einheit. Dieser Unmut hat drei Buchstaben: RCD. Sie stehen für die Partei des geflohenen Staatspräsidenten, die das Land bisher allein regierte.

Die wichtigsten Minister der alten Regierung haben ihre Posten behalten, zum Missfallen vieler. Da hilft es auch kaum, dass die RCD den Geflohenen ausgeschlossen hat. Außerdem sind der Übergangspräsident und der Regierungschef ausgetreten.

Trotz dieser Parteiaustritte gehen die Demonstrationen weiter, berichtet Euronews-Reporter Jamel Ezzedini. Die Leute fordern, dass die alten Minister aus der jetzigen Regierung zurücktreten.

Der Regierungschef verteidigt es aber als notwendig, dass die alten Minister in ihren Ämtern bleiben.

Man verlange einen Verfassungsrat, sagt dagegen die Menschenrechtlerin Siham Ben Sidrin. Er solle die Verfassung überarbeiten, damit alle Strömungen in dieser Revolution beteiligt würden und sich der Traum des Volkes erfülle.

Dazu gehören freie Wahlen zum Parlament und für das Präsidentenamt: Sie vorzubereiten ist die wichtigste Aufgabe der Übergangsregierung.