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ESRB: Aufpasser für Systemrisiken nimmt Arbeit auf

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ESRB: Aufpasser für Systemrisiken nimmt Arbeit auf

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Der europäische Ausschuss für Systemrisiken hat sein erstes Treffen abgehalten.

Das Gremium, auch EU-Systemrisikorat oder ESRB genannt, soll Europas Finanzsektor im Auge behalten und im Falle von Problemen die zuständigen Behörden warnen.

Jean Claude Trichet, Chef der europäischen Zentralbank ist auch Leiter des ESRB, der bei der EZB angesiedelt ist.

Sein Stellvertreter Mervyn King, der Chef der Bank of England sagte zu dem Vorwurf, dass der ESRB keine formelle Macht habe:

“Wenn wir die Risiken für groß genug halten und gemeinsam entscheiden, eine öffentliche Warnung herauszugeben, dann wird das sehr klar und wir werden es Ihnen dann auch erklären.”

Das erste Treffen diente nach Auskunft von Trichet und King in erster Hinsicht dazu, die Arbeitsprozesse zu bestimmen und die Häufigkeit und Art der Warnungen zu erarbeiten.

Vermutlich werden diese Warnungen für Banken, bestimmte Arten von Wertpapieren aber auch für öffentliche Haushalte ausgesprochen.

So möchten die Staaten der Eurozone in Zukunft früher auf sich anbahnende Krisen wie der der Finanzmärkte aufmerksam werden, aber auch vor drohenden Staatspleiten wie in Griechenland oder in Irland gewarnt werden.