Eilmeldung

Eilmeldung

Libanon: Vermittlungen gescheitert

Sie lesen gerade:

Libanon: Vermittlungen gescheitert

Schriftgrösse Aa Aa

Vor sechs Jahren wurde Rafik Hariri ermordet – jetzt droht der damalige Anschlag auf den früheren Regierungschef sogar sein Land, den Libanon, zu spalten.

Die letzten Vermittler in der libanesischen Regierungskrise haben aufgegeben. Zwei Tage lang hatten Katar und die Türkei versucht, die Hisbollahbewegung und den Rest der Regierung wieder zusammenzubringen. Zuvor hatten auch schon saudiarabische Vermittler aufgegeben.

Die Hisbollah hat die Regierung verlassen, aus Protest gegen das UNO-Sondertribunal, das in dem Mord an Hariri ermittelt. Die Partei nimmt an, dass die Ermittler ihr eine wesentliche Schuld geben werden. Sie selber bestreitet aber jede Beteiligung an dem Anschlag von 2005.

Vom jetzigen Regierungschef Saad Hariri verlangt sie, er solle die Zusammenarbeit mit dem Tribunal einstellen. Das lehnt Hariri aber ab; der Ermordete war sein Vater.