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Blair verteidigt Teilnahme am Irakkrieg

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Blair verteidigt Teilnahme am Irakkrieg

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In Großbritannien muss sich der ehemalige britische Premierminister Tony Blair erneut von einem Untersuchungsauschuss zum Irak-Krieg befragen lassen.

Die Anhörung soll Licht in die eigentlichen Beweggründe Blairs bringen, an der Invasion teilzunehmen.

Vor dem Ausschuss verteidigte Blair seine damalige Entscheidung wie folgt: “Der wesentliche Punkt am 11. September ist doch, dass 3000 Menschen umkamen, es hätten aber auch 300.000 sein können. Was mir heute wichtig scheint – und deshalb bin ich auch Hardliner bezüglich Iran – ist, dass wir es mit einem neuen Terrorismus zu tun haben, der auf idiologischer Verdrehung des Islam beruht kombiniert mit Technologie, die es erlaubt eine große Anzahl von Menschen zu töten.”

Teile der Bevölkerung werfen Blair vor, für den Tod der 179 Soldaten mitverantwortlich zu sein, die im Irakkrieg ab 2003 gefallen sind. Blair hatte britische Truppen im Umfang von 45.000 Mann in den Irak gesandt.

Er war damals einer US-Argumentation gefolgt, Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen und müsse deshalb entmachtet werden. Diese Behauptung stellte sich später als falsch heraus.