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Der reiche Onkel aus China

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Der reiche Onkel aus China

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“In China gibt es noch eine Menge zu tun, was Menschenrechte angeht,” hatte Staats- und Parteichef Hu Jintao in Washington gesagt – Kritische Demonstranten in Chicago gaben dem Präsidenten auf Staatsbesuch ausnahmsweise recht – zumal von den selbstkritischen Worten in chinesischen Berichten kaum ewas wiedergegeben wurde.

Phuntsok Dorjee aus Tibet:

“Wir greifen Hu Jintao persönlich an. Er war es, der 1989 das Kriegsrecht über Tibet verhängt hat. Hunderte Tibetaner kamen damals um, Brüder und Schwestern wurden gefoltert.”

Bei aller Konzilianz hatte Hu die Gastgeber gewarnt, sich bei Themen wie Tibet und Taiwan in Chinas Angelegenheiten einzumischen.

Die Reise ist ein Meisterstück an Entspannungspolitik – da sind sich die politischen Beobachter in beiden Ländern einig.

Unterschiedliche Nuancen in den Kommentaren bleiben: Die US-Seite feiert schon das Ende des jahrelangen Gezänks über Wechselkurse, Nordkorea oder Internet-Zensur.

In Taiwan, das China als abtrünnige Provinz betrachtet, sieht man in einem online publizierten Clip – leicht ironisiert – eine andere Wahrheit:

Hu, der reiche Onkel aus China.

www.youtube.com/watch?v=3MM8dbWZ8Xw