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Tunesien freut sich und trauert

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Tunesien freut sich und trauert

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Tunesien freut sich die ersten politischen Gefangenen, die freikommen. Die Übergangsregierung hatte eine Generalamnestie für politische Häftlinge beschlossen.

Gleichzeitig begann eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des Volksaufstands, der Mitte Dezember begonnen hatte. Damals hatte sich ein Straßenhändler mit Diplom aus Protest gegen Behördenwillkür selbst verbrannt.

Passanten in Tunis:

“Das ist das Mindeste. In Tunesien sind mehr als 80 Menschen gestorben. Trauern ist das Mindeste, was wir für diese Leute tun können, die auf die Straße gegangen sind, den Mund aufgemacht haben, die alles getan haben für Tunesien.”

“Noch ist die Lage verworren. Wir wissen nicht, ob es Fortschritte gibt oder wer uns schießlich regieren wird.”

Während Schulen und Unis bald wieder öffnen, gehen Proteste gegen Mitglieder der Übergangsregierung aus der alten Elite weiter. Gestern waren die letzten Minister in der Übergangsregierung aus der früher von Ben Ali geleiteten Einheitspartei RCD ausgetreten.

33 Familienangehörige des geflohenen Präsidenten wurden nach Angaben tunesischer Medien bisher festgenommen.