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Portugiesen wählen Präsidenten

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In Portugal ist der Wahlkampf beendet, an diesem

Sonntag stimmen die Portugiesen über einen neuen Präsidenten ab. Die Umfragen sprechen ein klare Sprache: Der rechtsliberale Cavaco Silva dürfte vor einer zweiten Amtszeit stehen, er kann auf bis zu 65 Prozent der Stimmen hoffen. Silva beschwor noch einmal die Zukunft und sprach von einer “explosiven Situation”, die die gigantischen Auslandsschulden und die Arbeitslosigkeit geschaffen hätten und die Portugal nun überwinden müsse. Verantwortlich macht er dafür die Politik der sozialistischen Regierung. Ihr droht ein Debakel bei der Wahl. Für die Sozialisten geht der Dichter und Alt-Linke Manuel Alegre ins Rennen. Mit höchstens 20 Prozent in den Umfragen werden ihm aber keine Chancen eingeräumt. Alegre betonte, er sei ein “freier Mann”. Ein unabhängiger Mann, der für seine Überzeugungen einstehe, für seine Ideen. Er habe eine Vision für das Präsidentenamt und dessen Funktion, man dürfe dabei nicht Geisel der Wünsche von Parteien sein. “Nach zwei Wochen endet damit ein Wahlkampf, der von der Wirtschaftskrise geprägt war”, sagt Michel dos Santos, der für euronews in Lissabon ist. “Ein Thema, das ganz sicher auch auf der Tagesordnung des Siegers dieser Präsidentenwahl stehen wird.”