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"Weißrussland und Lukaschenko können den Status quo nicht halten"

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"Weißrussland und Lukaschenko können den Status quo nicht halten"

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Ihr Präsident hält Demokratie für eine

“bekloppte” Erfindung des Westens und droht Dissidenten mit null Toleranz – wer in Weißrussland dagegen protestiert, riskiert mehr als ein paar Stunden auf der Polizeiwache. 30 Gegner des eben unter internationalem Protest im Amt bestätigten Alexander Lukaschenko sitzen seit gut einem Monat im Gefängnis. Sie hatten nach der offenkundig gefälschten Abstimmung am 19. Dezember seinen Rücktritt gefordert.

Nikolay Petrov, Carnegie Moscow Center:

“Europa und Weißrussland sind beide daran interessiert, ein gewisses Vertrauen und eine gewisse Gesprächsebene wiederherzustellen.”

Die Hälfte des russischen Erdöls für Westeuropa und ein Viertel der Erdgaslieferungen gehen durch Lukaschenko-Land.

Nikolay Petrov:

“Ich sehe aber keinen Weg, wie Weißrussland und Lukaschenko den Status quo halten könnten. Weißrussland zahlt schon einen hohen Preis, und das kann auch künftig noch teuer werden.”

Botschafter aus zwölf EU-Staaten hatten aus Protest gegen Lukaschenkos Amtseinführung die Veranstaltung im Palast der Republik geschwänzt und zusammen einen “Ausflug” in das benachbarte Litauen gemacht.

Über neue Sanktionen wollen die EU-Regierungen Anfang übernächster Woche entscheiden – Italien zaudert noch.