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Algerier fordern mehr Freiheiten

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Algerier fordern mehr Freiheiten

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In Algerien hat die Polizei mit einem Großeinsatz eine verbotene Kundgebung der Oppositionspartei “Vereinigung für Kultur und Demokratie” in der Hauptstadt Algier aufgelöst. Nach Angaben der Opposition wurden dabei mehr als 40 Menschen verletzt, die Polizei sprach von 19. Zahlreiche Demonstranten wurden festgenommen, unter ihnen auch ein RCD-Parlamentarier. “Wir sind auf die Straße gegangen, um ein anderes soziales Projekt zu verlangen, als es das algerische Regime eingesetzt hat”, sagt ein Demonstrant, “es basiert auf Korruption, Wahlbetrug und Unterdrückung.” Unter dem Eindruck des Wandels im Nachbarland Tunesien waren mehrere hundert Protestler im Stadtzentrum zusammengekommen. Sie setzten sich über das seit 1992 geltende Versammlungsverbot hinweg. Die Demonstranten forderten die Freilassung von Gefangenen und die Wiederherstellung individueller Freiheiten. Hunderte Polizisten hatten mit

Schlagstöcken und Tränengas die Innenstadt weiträumig abgesperrt, um Demonstranten aus anderen Landesteilen den Zugang zu versperren.

Die sozialen Unruhen waren zum Jahresbeginn ausgebrochen. Daraufhin hatte die Regierung Preissenkungen für Grundnahrungsmittel wie Zucker und Speiseöl angekündigt.