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Oh, Silvio

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Die Einschläge kommen immer näher für Silvio Berlusconi. Nahezu jeder zweite Italiener íst überzeugt, dass der skandalumwitterte Ministerpräsident seinen Posten räumen sollte – so eine Umfrage in angesehenen Tageszeitung “Corriere Della Sera”.

Es gebe nichts, wofür er sich schämen müsste, verteidigt sich der Angegriffene, das sei nur eine Attacke einiger Staatsanwälte, die das Gesetz mit Füßen träten – aus politischen Gründen und medienwirksam.

Um sie geht es aktuell: Karima El Mahroug (Ruby), gerade 18 Jahre alt, Nachtclubtänzerin aus Marokko. Der Regierungschef soll sie für Sex bezahlt haben, vermuten Mailänder Staatsanwälte. Daran stören sich Italiens Gesetze nicht, sondern vor allem Benedikt XVI. Aber an Rubys Alter zum Zeitpunkt der – bestrittenen – Tat: Da war sie noch 17.

Als Ruby später wegen Diebstahls verhaftet wurde, soll sich Berlusconi in Ausnutzung der Autorität seines Amtes persönlich für ihre Freilassung eingesetzt haben – mit dem Verweis, sie sei eine Enkelin des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß soll entscheiden, ob Immobilien Berlusconis durchsucht werden dürfen.