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OLED - die Lichtquelle der Zukunft

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OLED - die Lichtquelle der Zukunft

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Das Philips Lumiblade Creative Lab in Aachen ist eine Expertengruppe, die für den niederländischen Elektronikkonzern Philips an einer neuen Lichtquelle arbeitet: organische Leuchtdioden oder OLEDs (aus dem englischen: “organic light emitting diode”).

“Eine OLED ist eine Lichtquelle, die diffuses Licht macht”, erklärt Kristin Knappstein, die Leiterin von Business Creation Philips Lumiblade. “Sie ist also ganz flach, ganz schick, hauchdünn, und imitiert ein ganz diffusses Licht, das heißt ein angenehmes, weiches Licht und das auch noch auf eine Art und Weise, die sehr erergieeffizient ist.”

Keine Birnen, keinen feinen Drähte, kein Neongas: bei OLED gibt die gesamte Fläche gibt Licht ab. Das bedeutet auch: völlig neue Möglichkeiten für Lichtdesigner. “Das heißt, man verliert nicht mehr Lumen im Lampenschirm, im Reflektor, im Diffusor, das macht OLEDs so energieeffizient”, fügt Kristin Knappstein hinzu.

An der OLED-Technologie wird mit Hochdruck gearbeitet. Die Prototypen werden im Aachener Labor handgemacht. Dr. Stefan Grabowski – einer der Entwickler – erklärt wie OLEDs gemacht werden: “Wir fangen mit einem Glassubstrat an, auf dem eine transparente Elektrode ist. Die stecken wir in eine Vakuummaschine und da wird organisches Material aufgedampft. Wenn wir damit fertig sind, müssen wir noch Aluminium aufbringen – und eine Topelektrode, damit wir den Strom durchschicken können”

Grabowski leitet gleichzeitig ein EU-Projekts, bei dem es darum geht, OLEDs größer, preisgünstiger, und noch energieeffizienter zu machen, aber auch kundenfreundlicher: “Wir haben auch das Bartenbach Lichtlabor in Österreich, da werden Wahrnehmungsfallstudien gemacht, um zum Beispiel zu testen, was der mögliche Konsument am Ende an OLEDs mag.”

Die ersten OLED-Lampen sind bereits in den Geschäften – aber noch kosten sie viel. Für Kristin Knappstein ist das aber lediglich ein Übergangsproblem: “Die Leuchten gehen jetzt zu einigen Hunderten in den Markt, Und wir sehn, dass das so innerhalb von zwei, drei Jahren wirklich fit ist für einen grossen Einsatz in Massenanwendungen.”

Weitere Informationen unter: http://www.oled100.eu/homepage.asp