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Massenproteste in Ägypten: "Mubarak hau ab!"

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Massenproteste in Ägypten: "Mubarak hau ab!"

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In Ägypten haben tausende Menschen für mehr Freiheit demonstriert. Das tunesische Modell macht Schule: Allein in Kairo gingen insgesamt rund 15 000 Oppositionsanhänger und Menschenrechtler auf die Straße.

Der Innenminister hatte vorab gewarnt, hart durchzugreifen. Das hieß: Wasserwerfer und Tränengas. 14 verletzte Demonstranten, vier verletzte Polizisten meldeten die Sicherheitskräfte. 20.000 bis 30.000 Beamte waren im Einsatz.

“Das ist heute nicht der Auftakt einer Revolution”, sagt der Oppositionspolitiker Abdel Halim Kandil, “das ist eine Probe, eine deutliche Botschaft. Wir reden nicht nur, wir tun etwas. Wir zeigen allen Ägyptern, dass es möglich ist, sich zu erheben.”

Die Politei nahm laut eigenen Angaben 15 Demonstranten fest, die Veranstalter sprachen von eibnem Vielfachen von Festnahmen.

“Das Regime soll seinen letzten Atemzug tun”, sagt Gamal Heshmat, ein Vertreter der verbotenen, aber einflussreichen Muslimbruderschaft. “Wir glauben nicht, dass das Regime zu Reformen in der Lage ist.”

“Mubarak hau ab” steht auf den Plakaten. Nach fast 30 Jahren soll der 82-Jährige Staatschef gehen. Und mit ihm Folter, Armut, Korruption, Arbeitslosigkeit – das fordert die sonst so oft zerstrittene Opposition gemeinsam.

Über das Internet haben sich die Proteste organisiert, mehr als 90 000 Menschen haben bei facebook ihre Unterstützung für die Demonstration erklärt. Will sie diese Dynamik nutzen muss die Opposition nun zeigen, dass sie an einem Strag zieht.