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Nach Domodedowo: Wut und Trauer in Moskau

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Nach Domodedowo: Wut und Trauer in Moskau

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Eine Gruppe kommt mit Blumen nach Domodedowo, zur Erinnerung an die Opfer des Anschlags. Für viele

Moskauer ist es schwer, mit der

Schreckensmeldung von dieser neuen Attacke zurechtzukommen.

In der Stadt selbst haben die Kontrollen zugenommen; die Sicherheitsvorkehrungen sind verschärft worden.

“Ich kann nicht mal sagen, was ich fühle”, sagt eine Frau hier in Moskau. “Ich bin ganz durcheinander. Mir tun diese unschuldigen Menschen leid. Meine Tochter lebt auf Sizilien und ist oft auf diesem Flughafen; da kriege ich Angst: Mein Beileid für alle Opfer.”

Andere sind wütender; manche sehen eine Schuld auch bei den Regierenden im Land. “Das Land braucht eine neue Führung, komplett, vom Ersten bis zum Letzten”, sagt ein Mann. “Und im Parlament

ist es das Gleiche. Andauernd reformieren die da alles, aber im Land herrscht keine Ordnung.”

Immerhin ist es in den letzten Jahren nicht der erste

Anschlag in Moskau oder in Russland überhaupt: Und dass jetzt der Terrorismus noch entschlossener bekämpft würde, hieß es bisher noch jedes Mal.