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Russland will nach Anschlag mehr Sicherheit

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Russland will nach Anschlag mehr Sicherheit

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Die Verwüstung ist groß nach dem Anschlag von Domodedowo, der Russland schwer getroffen hat: 35 Menschen sind bei der Explosion in dem größten Moskauer Flughafen getötet worden, weitaus mehr wurden verletzt. Unter ihnen sind viele schwer oder sogar lebensgefährlich Verwundete: Die Zahl der Toten kann also auch noch steigen.

Hinter dem Anschlag vermuten die Behörden Islamisten aus dem Unruhegebiet des Nordkaukasus. Bekannt hat sich zu der Tat aber niemand.

Der Staatspräsident kritisiert die Verantwortlichen auf dem Flughafen und in den Sicherheitsbehörden. Dmitri Medwedjew verlangt, alles zu tun, um die Täter zu finden und vor Gericht zu bringen. Ihre Nester, wie tief sie auch vergraben seien, müssten liquidiert werden.

Zu den Opfern zählen auch Ausländer, unter ihnen ein Deutscher und ein Österreicher. Der Verbleib einer weiteren Österreicherin ist bisher unklar.

Erst gut die Hälfte der Toten ist bisher identifiziert worden; die Arbeit ist äußerst schwierig. Das gilt auch für die Identifizierung des vermutlichen Attentäters; dabei sollen jetzt Gentests helfen. Die Ermittler suchen ebenfalls nach möglichen Helfern, die nach dem Anschlag geflohen sein sollen.

Der Blick geht inzwischen schon nach vorn: In drei Jahren richtet Russland in Sotschi die Olympischen Winterspiele aus. Der Staatspräsident fordert die Sicherheitsbehörden eindringlich auf, bei diesem Großereignis – nicht weit vom Nordkaukasus entfernt – für höchstmögliche Sicherheit zu sorgen.