Eilmeldung

Eilmeldung

Russlands Rückkehr zum Alltag - mit mehr Kontrollen

Sie lesen gerade:

Russlands Rückkehr zum Alltag - mit mehr Kontrollen

Schriftgrösse Aa Aa

Mit Blumen gedenken die Russen am Tatort der Anschlagsopfer. Der Flughafen Domodedowo hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Mit über zwanzig Millionen Passagieren im Jahr ist er Russlands meistfrequentierter Flughafen. Die Reisenden vertrauen auf die Kontrollen – auch nach den gestrigen Ereignissen:

“Wir werden das, was gestern geschah, nicht vergessen. Aber momentan habe ich dennoch keine Angst.”

“So schlimm ist es jetzt nicht, Flüge wurden nicht gestrichen. Man sagt: Der Blitz schlägt nicht zweimal am selben Ort ein. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt, also hoffe ich, dass es jetzt besser ist.”

Laut russischen Zeitungsberichten wurde der Geheimdienst FSB vor einigen Tagen vor einem Anschlag auf den Flughafen gewarnt, konnte aber so schnell keine Verdächtigen ausmachen.

“Bei der U-Bahn gibt es Sicherheitsvorkehrungen. Warum sind die Flughäfen nicht sicher? Warum kommen Leute mit Bomben da einfach so hinein? Vielleicht haben sie jemanden geschmiert”, spekuliert eine Moskauerin, immer noch fassungslos.

Auch andernorts in der Hauptstadt wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Präsident Medwedew ordnete zudem verschärfte Vorkehrungen für die Olympischen Spiele in Sotschi in drei Jahren an. Bei einem Treffen mit Vertretern des Geheimdienstes forderte er einen deutschlich schärferen Kampf gegen den Terrorismus.