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Ägyptens Regierung unterdrückt mit Macht den Protest

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Ägyptens Regierung unterdrückt mit Macht den Protest

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Nach den Protesten hat Ägyptens Regierung klargestellt: Wer weiter demonstriert, wird hart bestraft. Am Morgen blieb es ruhig auf Kairos Straßen. Eine Gruppe von rund 50 Menschen wurde sofort von der Polizei mit Gewalt vertrieben. Seit dreißig Jahren herrscht in Ägypten der Ausnahmezustand.

Doch in den Regimegegnern keimt Hoffnung: “Das, was gestern geschehen ist, beweist, dass die Ägypter zum Aufstand fähig sind”, meint ein junger Mann. “Viele sagen, dass der Wechsel Jahrzehnte bräuchte. Aber Tunesien hat gezeigt, dass 29 Tage Protest ein Regime stürzen können, das 23 Jahre an der Macht war.”

Ein Landsmann klagt: “Wir brauchen politische und wirtschaftliche Reformen. Die Wahlen zum Oberhaus und zur Nationanalversammlung wurden gefälscht, und bei der Präsidentschaftswahl, die jetzt ansteht, hat keine Partei gegen die Kandidaten der Regierungspartei eine Chance.”

Ist es der Beginn einer Revolution oder nur eine gewöhnliche Demonstration?

Die Einschätzung unseres Nahost-Korrespondenten: “Niemand weiß das, aber eins ist klar: Der gestrige Protest zeigte, dass es eine neue Art von Opposition bei Ägyptens Straßenprotesten gibt, die keiner Partei und keiner politischen Bewegung angehört, die aber den Wandel will.”