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Ägypter wagen ebenfalls den Protest

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Ägypter wagen ebenfalls den Protest

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In der Nacht hat die Polizei in Kairo die Demonstrierenden auseinandergetrieben. Zuvor hatte es den ganzen Tag lang Kundgebungen in ägyptischen Städten gegeben. Bei diesen Protesten wurden zwei Demonstranten getötet, ebenso ein Polizist.
 
Die Menschen protestieren gegen die Regierung von Staatspräsident Hosni Mubarak. Mubarak ist seit dreißig Jahren im Amt. Ob er sich dieses Jahr wiederwählen lässt, ist offen: Möglicherweise überlässt er den Posten auch seinem Sohn.
 
“Für die sind wir keine Menschen, sondern Hunde”, klagt ein Mann mit einer blutenden Kopfwunde.
“Gott wird sie bestrafen.”
 
Den Willen der Demonstranten wird der Polizeieinsatz wohl eher noch bestärken: “Was wir angefangen haben, bringen wir auch zu Ende”, meint ein anderer Mann; “wir bleiben hier, bis das System zusammenbricht.”
 
Die Proteste sind die größten Kundgebungen in Ägypten seit langer Zeit. An früheren Aktionen der Opposition hatten sich immer nur wenige Menschen beteiligt. Möglicherweise heizt der Umsturz in Tunesien auch hier die Missstimmung in der Bevölkerung an.