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Drei Tote bei Massendemonstration in Ägypten

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Drei Tote bei Massendemonstration in Ägypten

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Das Bild von Hosni Mubarak ist angekratzt. Der 82-jährige Staatschef soll nach bald 30 Jahren von der Macht lassen, fordert die Opposition in Ägypten.
 
20.000 Demonstranten sind am Dienstag im ganzen Land auf die Straße gegangen, ausgerechnet am arbeitsfreien Feiertag für die Polizei. Diese griff mit 30.000 Beamten hart durch, mit Wasserwerfern, Tränengas, Gummigeschossen.


 
In Suez, nordöstlich der Hauptstadt, töteten solche Geschosse zwei Demonstranten. In Kairo wurde ein Polizist mit einem Stein erschlagen. 15 Demonstranten wurden laut offiziellen Angaben festgenommen. Von einem Vielfachen dessen berichten Menschenrechtler.
 
“Wir haben viele Forderungen”, sagt eine Demonstrantin, “die erste ist: Mubarak wuss weg. Dann geht es weiter mit sozialen, wirtschaftlichen, politischen Forderungen. Wir wollen jetzt etwas Neues versuchen. Man weiß noch nicht, was daraus wird.”
 
Normalerweise werden Demonstrationsaufrufe in Ägypten nur spärlich befolgt, aus Angst vor Polizeigewalt. Und weil die Opposition zerstritten ist. Dieses mal hatte sie sich über das Internet organisiert. Am Abend wurde der Kurznachrichtendienst Twitter von den Behörden abgeschaltet.