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Hunderte Festnahmen bei Protesten in Ägypten

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Hunderte Festnahmen bei Protesten in Ägypten

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Mindestens 500 Demonstranten sind bei regierungskritischen Protesten in Ägypten an diesem Mittwoch und Dienstag festgenommen worden. Dies wurde aus Kreisen des Innenministeriums bestätigt. Auch heute hatten sich Tausende trotz des Demonstrationsverbotes in Kairo, Suez und anderen Städten erneut zum Protest auf die Straße gewagt.

Die Polizei ging mit aller Härte dazwischen. Dabei kam es heute wieder zu Ausschreitungen. Bei den vorangegangen Protesten am Dienstag und in der Nacht waren drei Demonstranten und ein Soldat ums Leben gekommen.

Die USA, Deutschland und die EU riefen die Regierung von Präsident Mubarak zur Mäßigung auf und appellierten, friedliche Demonstrationen zuzulassen.

Nach dreißig Jahren unter der Herrschaft Mubaraks rebellieren die mehrheitlich jungen Ägypter gegen Unfreiheit, Korruption, Armut und Arbeitslosigkeit. Demonstrationsaufrufe und Bilder ihrer Proteste verbreiten sie im Internet. Die ägyptischen Behörden sperrten deshalb den Zugang zum Kurzmitteilungsdienst Twitter. Auch Facebook-Seiten sollen blockiert worden sein.