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Karsai hat genung von ausländischer Einmischung

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Karsai hat genung von ausländischer Einmischung

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Nach monatelangem Nervenkrieg ist in Kabul das afghanische Parlament am Mittwoch zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen vereidigte Staatspräsident Hamid Karsai die 249 Abgeordneten der Wolesi Dschirga, des Unterhauses.

Karsai wollte ursprünglich die Parlamentseröffnung verschieben, damit ein Sondertribunal Vorwürfen von Wahlbetrug nachgehen kann, gab aber dem Druck der Abgeordneten nach. “Je länger sich die Konstituierung des Parlamentes noch verzögert hätte, desto konfuser wäre die politische Lage im Land geworden. Ich glaube es war gut, dass sich das Parlament heute konstituiert hat”, findet Oppositionsführer Abdullah Abdullah.

Auch der Chef der UN-Mission in Afghanistan ist zufrieden: “Gott sei Dank! Heute ist ein historischer Tag. Eine neue Seite im zehnjährigen Aufbau einer Demokratie, die niemals perfekt ist”, erklärt der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura.

Künftige Wahlen will Karsai ohne internationale Beteiligung abhalten. Die Einmischung von Ausländern in die inneren Angelegenheiten seines Landes müsse beendet werden, sagte der Präsident.