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Protest gegen Hisbollah-nahen Regierunsgchef

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Protest gegen Hisbollah-nahen Regierunsgchef

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Der neue libanesische Regierungschef spaltet das Land. Kaum war am Dienstag bekannt geworden, dass Staatspräsident Michel Suleiman den Kandidaten der Hisbollah, den Milliardär Nadschib Mikati mit der Regierungsbildung beauftragen würde, versammelten sich die Anhänger des bisherigen Ministerpräsidenten Saad al-Hariri zu teils gewalttätigen Demonstrationen.

Für sie ist die Hisbollah die Partei Syriens und des Irans. So ähnlich sieht das auch die US-Regierung. Mehr noch: Die USA stufen die Hisbollah als Terrororganisation ein. Außenministerin Hillary Clinton warnte, dass eine Regierung unter der Federführung der radikal-islamischen Hisbollah Folgen für die Beziehung zwischen dem Libanon und den USA haben werde.

Der neue Ministerpräsident Mikati bekleidete diesen Posten vor fünf Jahren schon einmal. Er ist Sunnit, steht aber der schiitischen Hisbollah nahe – und vor allem Syrien, einem der Hauptgeldgeber der ‘Partei Gottes’. 2005 galt Mikatis Wahl an die Spitze der Regierung als Niederlage für die libanesische Demokratiebewegung, die sich gegen den syrischen Einfluss im Land eingesetzt hatte.