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Die schöne Iris: Ein neues Problem für Berlusconi

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Die schöne Iris: Ein neues Problem für Berlusconi

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Ruby hat Silvio Berlusconi schon in Schwierigkeiten gebracht: Italiens Regierungschef soll sie nach Ansicht von Ermittlern bezahlt haben, damit sie an rauschenden Festen auf seinen Anwesen teilnimmt – und vielleicht auch für mehr.
 
Jetzt kommt aber noch Iris ins Spiel – Iris Berardi, eine junge Brasilianerin: Und genauso wie Ruby war sie bei einigen dieser Feste gerade erst siebzehn. Für die Ermittler ist klar: Berlusconi hat
Minderjährige für Prostitution bezahlt.
 
Das alles geht aus Akten über Hunderte von Seiten hervor, die die Ermittler ins Parlament geschickt haben. Trotzdem haben die Staatsanwälte dort jetzt eine Niederlage erlitten: Ein Ausschuss dort hat es abgelehnt, dass das Büro von Berlusconis Steuerberater durchsucht werden darf; Geld für die Mädchen soll über ihn geflossen sein.
 
Nach Ansicht der Abgeordneten sind die Mailänder Staatsanwälte nicht zuständig; die Akten werden daher ohne Beschluss zurückgeschickt. Über den Antrag der Staatsanwaltschaft muss auch noch das Parlament insgesamt abstimmen, das aber für gewöhnlich der Ausschussempfehlung folgt.
 
Berlusconi bestreitet, dass er die Mädchen für Sex bezahlt habe. Dem Parlament hat er seine eigene Darstellung gegeben: Danach waren die Feste nur feine Abendessen, vielleicht noch mit Filmvorführung
oder Karaokesingen - aber keine Sexorgien. Die Vorwürfe stellt Berlusconi als politisch motiviert dar:
Linksgerichtete Ermittler würden ihn zu Fall bringen wollen.