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Vermittler in Belgien gibt auf

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Vermittler in Belgien gibt auf

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Die Staatskrise in Belgien spitzt sich zu. Jetzt hat auch Vermittler Johan Vande Lanotte sein Amt aufgegeben. König Albert II. nahm sein Rücktrittsgesuch am Mittwoch an. Der flämische Sozialist scheiterte damit mit dem Auftrag, Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen um eine Staatsreform zu bringen. Vande Lanotte sagte, jede Übereinkunft benötige schwierige Entschlüsse aller beteiligten Parteien. Um das zu erreichen, könne man nicht nur die eigenen Vorschläge verteidigen, man müsse auch die Vorschläge der anderen prüfen und einen offenen Geist zeigen – selbst wenn diese Vorschläge über den bisher gegebenen Rahmen hinausgingen. Am vergangenen Sonntag hatten weit über 30.000 Menschen auf den Straßen Brüssels für eine Regierungsbildung demonstriert. Derzeit verhandeln sieben Parteien aus dem Niederländisch sprechenden Norden und dem französischsprachigen Süden des Landes. Die national gesonnene Neu-Flämische Allianz von Wahlsieger Bart de Wever hält den belgischen Staat für überflüssig.